Sicherlich, im Baumarkt bekomme ich meine Klobürste für ein paar Euro fünfzig. Aber der Einkauf im Klobürstenfachgeschäft ist ein ganz anderes Erlebnis. Hier bekomme ich vom Klobürsten-Experten noch die fachkundige Klobürsten-Beratung, die ich mir wünsche. Und seit mich meine Freunde nur noch besuchen, um mein Klo zu benutzen, lege ich auf solche Dinge einen noch viel größeren Wert.
Hier gibt es das Klobürsten-Hörspiel bei YouTube!
Das war ein weiter Weg bis zu meinem ersten Hörspiel nach gut 40 Jahren. Ein gutes Mikrofon und das dazu passende Audiointerface hatte ich schon. Aber schräge Stimmen in das Mikrofon brüllen, die nachher die ganze Welt hören kann? Ach, ne. Ich bin doch immer noch so schüchtern. Also habe ich erstmal die komplette Anleitung von Cubase durchgearbeitet. Etwas vergleichbares habe ich bestimmt noch nie zuvor getan. So hatte ich das Gefühl, wirklich schon an meinem ersten neuen Hörspiel zu arbeiten, ohne mich tatsächlich ans Mikrofon zu begeben.
Auf einem Karaokeabend verloste ich als Hauptpreis ein Miklofon: Eine Kombination aus Mikrofon und Klobürste. Wer nicht nur unter der Dusche gerne singt, wird an diesem Teil seine wahre Freude haben. Und da kam auch bald schon ein entsprechend kritischer Kommentar über meine eigene diesbezügliche Badezimmer-Ausstattung. Und tatsächlich: Es war schon ein paar Jahre her, dass ich diese erneuert hatte. Und wo kauft man so etwas eigentlich ein? Die Antwort hierauf habe ich dann in diesem Hörspiel verarbeitet. Beim Einsatz der Stimmen wollte ich mich erstmal auf Vertrautes verlassen. Und so mag vielleicht die eine oder andere Stimme den vokalen Leistungen eines bekannten Jazz-Chaoten nicht ganz unähnlich sein. Gibt es eigentlich ein Urheberrecht auf verstellte Stimmen? Falls nicht, dann sollte die EU sich bald mal an die Arbeit machen und eine entsprechende Grundverordnung entwickeln. Bis dahin bleibt das Hörspiel so wie es ist.